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allen Seiten und sagte irgend etwas. Dann fragte die Frau Professor
ihren Mann:
'Wollen wir es jetzt sagen?', und er nickte. Dieses Nicken sehe ich
noch deutlich vor mir, aber ich kann es nicht beschreiben, es lag
etwas ganz Besonderes darin. Dann war plötzlich ein Paket da, es
wurde ausgewickelt, und ein Kästchen mit einem Schlauch daran
kam zum Vorschein .. es sah etwa aus wie ein photographischer
Apparat. Und Frau Hofmann sagte lebhaft, dieses Kästchen habe
ein Freund ihres Mannes aus dem Orient mitgebracht, es gäbe auf
der ganzen Welt nur noch ein ebensolches, und das gehöre dem
Oberrabbi vom Damaskus. Wenn man es an ein Klavier
anschraube, innerlich erhitze und dann hineinbliese, so gäbe es
genau denselben Ton, wie die Posaunen von Jericho.
Hatten Sie nicht Angst, daß auch bei Ihnen die Mauern einfallen
könnten? fragte der Philosoph.
Nein, von den Mauern war gar nicht die Rede .. ich weiß nur, daß
ich dann nach Spiritus suchte, um das Kästchen zu füllen, und ihn
nicht finden konnte, aber mit einemmal war er doch da, und das
Kästchen war auch schon am Klavier angebracht. Der Professor
blies in den Schlauch und es gab einen dumpfen Ton .. aber dann
muß der Spiritus ausgelaufen sein, und plötzlich stand alles in
Flammen. Niemand kümmerte sich darum, und ich dachte an
meinen Perserteppich, der unter dem Flügel liegt. Sie wissen ja, ich
bin etwas eigen mit meinen Sachen. Aber der Professor sagte, es
sei gar kein Perser, es sei ein 'Beludschistan', und er habe keine
Beziehung zum Wesen der Dinge, .. ist das nicht merkwürdig? Ja,
und nun kam noch etwas ganz Triviales, ich meinte, der Flügel
würde sicher auch anbrennen, und in diesem Moment stand der
Professor in seiner ganzen Größe vor mir und sagte:
'Wenn Fräulein H
mir ihren Verlust genau beziffert, soll alles
ersetzt werden.'
Und dann? fragte der Philosoph.
Das weiß ich selbst nicht mehr, es war ganz verschwommen, ..
aber sagen Sie selbst, liebster Doktor, ist es nicht wirklich seltsam?
Meinen Sie nicht, daß es kosmische Bedeutung hat?
Damit brach das Gespräch ab, denn Gerhard kam, und die Dame
ging bald darauf fort. Ich setzte mich zu ihnen und fragte Sendt, was
denn das für eine rätselhafte Geschichte sei, ich hätte leider nicht
vermeiden können, sie mitanzuhören. Und jetzt zweifelte ich nicht
mehr daran, daß man hierzulande Zauberei treibt.
Haben Sie denn nicht gemerkt, daß die Dame mir einen Traum
erzählte?
Nein .. darauf bin ich gar nicht gekommen.
Lieber Dame, sagte Gerhard, und es klang beinah wehmütig .. er
hat überhaupt immer etwas Schmerzliches im Ton .. Sie machen
Fortschritte. Schon können Sie Traum und Wirklichkeit nicht mehr
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