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Zukunft, ich habe nur eine Biographie, und verurteilt, wie ich kam,
gehe ich von dannen; wozu? .. das wissen nur die Götter.
In wenigen Tagen ist alles bereit. Susanna und ihre beiden
Gefährten sind schon fort. Auch Maria wird nicht lange mehr
bleiben.
Sie hat in den letzten Tagen ein Faible für mich gefaßt, aber wir
wissen beide, daß es jetzt zu spät ist.
Manchmal kommt sie zu mir herauf, dann sitzt sie auf einer von den
halbvollen Bücherkisten und erzählt von alledem, was sie nicht
vergessen kann. Und wir sprechen von den vielen frohen und
unfrohen Stunden, die uns gemeinsam beschieden waren.
Heute abend denke ich abzufahren.
Und gestern...
Sendt kam noch, um mir Lebewohl zu sagen. Er war sehr in Eile
und wollte sich nicht erst niederlassen. Wir schüttelten uns herzlich
die Hand und er wünschte mir alles Gute. An der Tür wandte er sich
noch einmal um und sagte: Übrigens, wissen Sie, was ich eben im
Café hörte, .. man hat Hofmann heute vormittag ins Krankenhaus
gebracht, .. er soll auf der Treppe ausgeglitten sein und sich mit
einem scharfen spanischen Dolch, den er in der Tasche trug,
ziemlich schwer verletzt haben. .. Aber, liebe Maria, deshalb
brauchen Sie doch nicht so zu erschrecken, .. es ist, soviel ich weiß,
nicht lebensgefährlich.
Maria hatte sich von ihrer Bücherkiste erhoben und sah ihn ganz
entsetzt an.
Der Dolch, sagte sie dann mit stockender Stimme, .. den Dolch
hab' ich ihm doch zum Abschied geschenkt, .. es war derselbe, den
ich damals mitnahm, um Hallwig ..
Ich verstand wohl, was sie meinte, und Sendt schien es auch zu
ahnen, denn er zog die Augenbrauen in die Höhe und sah
nachdenklich drein.
Ein leises Grauen faßte mich und unwillkürlich sprach ich aus, was
mir .. und vielleicht auch den anderen .. in diesem Augenblick durch
den Sinn fuhr:
Um Gottes willen, .. sollte Hallwig am Ende doch schon der
Zauberei mächtig sein
Mirobuk! sagte der Philosoph und lächelte eigentümlich.
Und ehe wir uns noch recht besonnen hatten, war er gegangen.
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