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So kam dieser Tage Hofmann zu mir, wir machten einen längeren
Spaziergang, und er sprach auch über dieses Thema. Ich wunderte
mich erst darüber, aber er sagte, man halte mich für durchaus
vertrauenswürdig, .. er selbst habe von Anfang an dieses Gefühl
gehabt.
Und seine Mitteilungen .. nun, er vermutet, und mit ihm seine
nächsten Freunde, daß von Hallwigs Seite Entsetzliches gegen ihn
geplant wird: man werde ihn vielleicht auf mysteriöse Weise
verschwinden lassen, seinen Geist verwirren oder ihn ums Leben
bringen.
Aber lieber Professor, das ist doch nicht so einfach, wandte ich
ein. Er sah mich von der Seite an:
Einfacher vielleicht, als Sie glauben, Herr Dame, .. wissen Sie, daß
jener Petersen kürzlich geäußert haben soll, er wisse
siebenundzwanzig Arten, wie man einen Menschen unbemerkt aus
der Welt schaffen könne? Und denken Sie nur an den Fall
Konstantin: sicher wurde auch dabei Ähnliches beabsichtigt. Es gibt
heidnische Ritualmorde, die vor allem an Verrätern vollzogen
werden .. und man hält mich ja dort für einen Verräter .. mich ..
lachte er bitter auf .. mich, der für unsere Sache freudig sein
rotestes Herzblut hingegeben hätte!
Davon sind wir alle überzeugt, sagte ich tröstend.
Wer .. wir?
Nun, ich, .. die Mädchen im Eckhaus und ..
Hofmann sah mich warm an: Ich danke Ihnen .. es sind
wundervolle Frauen, die beiden.
Dann zeigte er mir seinen Spazierstock, .. einen schönen Stock mit
silbernem Griff und eingelegten Topasen. Sehen Sie, lieber Dame,
ich kann Ihnen nicht sagen, warum, aber ein erfahrener Freund hat
mir dringend angeraten, mich dieses Stockes zu entledigen, .. es
spielt da eine symbolische Bedeutung mit. Ich habe ihn eigens
deshalb heute mitgenommen, raten Sie mir nun, wie ich ihn
beseitigen soll, aber so, daß er nicht wieder aufgefunden wird.
Wir gingen gerade hinter dem Stadtgarten an einem schmalen
Flüßchen entlang, und ich schlug vor, ihn ins Wasser zu werfen.
Das leuchtete ihm auch ein, wir blieben stehen, Hofmann schwang
den Stock ein paarmal um sich selbst, schleuderte ihn dann aber,
wie uns beiden schien, zu weit, denn wir sahen ihn nicht fallen und
mußten annehmen, daß er jenseits des schmalen Flusses in einem
der drüben gelegenen Privatgärten gelandet sei.
Bestürzt sahen wir uns an: Das ist ein böses Omen, stammelte
Hofmann; er war einen Moment ganz außer Fassung.
Ich erbot mich, in der Villa drüben anzufragen, aber er sagte, nein,
auf keinen Fall, er wolle ihn nicht noch einmal in Händen haben.
Noch schlimmer sei es allerdings, wenn er in den Besitz von
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