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liebenswürdige Eigenschaft, aber in diesem Falle kann sie ihm
verhängnisvoll werden.
Wieso?
Ach, Sie fragen so viel, und ich hab' noch nicht einmal
gefrühstückt. Seit Orlonsky fort ist und die Wahnmochingerei auch
unser friedliches Eckhaus verheert, ist es wirklich recht zum
Verzweifeln.
Wir riefen mit vereinten Kräften nach Chamotte.
Am Ende sitzt er auch irgendwo und spricht über Hallwig, meinte
Willy, oder er sucht sich über seine Substanz klar zu werden.
Nein, er saß unten im Flur und spielte die Flöte. Susanna hatte ihn
als Türhüter angestellt, um etwaige lästige Besuche fernzuhalten.
Er brachte uns dann Kaffee, und es wurde gemütlicher.
Wissen Sie, lieber Freund und Dame, sagte Willy, Sie sind etwas
zu spät gekommen. Die große Wahnmochinger Bewegung hat sich
schon überlebt .. noch ehe sie eigentlich das Licht der Welt erblickt
hat.
Und ich dachte, es sollte gerade erst anfangen, entgegnete ich
trübe.
Ja, Sie haben, wie mancher andere, das Ende mit dem Anfang
verwechselt. Wir alten Eingeborenen können uns darüber nicht
täuschen, .. wir haben auch alle gefühlt, daß dieser berauschte
Karneval nur ein Versuch war, wieder zusammenzufügen, was sich
innerlich zu zerspalten droht. Sie haben ja selbst gesehen, daß
Hallwig nicht daran teilnahm. Das ist ein schlimmes Symptom. Und
auch Delius soll gemurrt haben, daß man dem Cäsar Ehren erwies,
die nur Göttern zukommen. Aber noch hofft man auf Zeichen und
Wunder, und alles wird davon abhängen...
Während der letzten Worte war Susanna ins Zimmer getreten;
unten fiel die Haustür dröhnend ins Schloß, der Panther schien sich
entfernt zu haben.
Hört auf, hört um Gottes willen auf, sagte sie, wir werden ja
allmählich noch alle verrückt. Hofmann ist ganz aufgeregt
fortgegangen, Konstantin hat sich aus Verzweiflung schlafen gelegt,
Chamotte bläst unentwegt die Flöte, und Maria sitzt in der Küche
und weint.
Außerdem ist es bald zwei Uhr nachmittags, und wir sitzen hier
beim ersten Frühstück, bemerkte Willy strafend, .. wenn Maria in
der Küche weint, werden wir wohl schwerlich zu einem Mittagessen
kommen.
Ich schlage vor, wir wollen in die Stadt gehen und nachher den
Philosophen besuchen.
Und an Orlonsky telegraphieren, daß er wiederkommt, sagte Willy
energisch, es ist Zeit, daß wir wieder eine geordnete Existenz
anfangen.
Und Susanna erklärte sich einverstanden.
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