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Aber das siehst du doch, .. ich führe ihnen den Haushalt, sagte sie
lässig und zufrieden.
Ich dachte, sie würden alle etwas ruhebedürftig sein, aber nach dem
Frühstück wurden sie wieder sehr lebendig und berieten, was nun
mit diesem angebrochenen Tag zu beginnen sei. Orlonsky ordnete
schließlich an, wir sollten alle aufs Land fahren. Er nahm den
Leutnant mit auf den Speicher, und sie förderten eine Anzahl
Rodelschlitten und Schneeschuhe zutage. Ich schickte Chamotte in
meine Wohnung und ließ ihn holen, was ich an Sportgarderobe
besitze .. einiges fand sich auch im Eckhaus vor. Orlonsky musterte
erst die vorhandenen Kleidungsstücke, dann jeden seiner Gäste mit
Kennerblicken, und unter seinem Kommando wurde eine Art
militärische Einkleidung vorgenommen. Wir fuhren aufs Land, alle in
der heitersten Stimmung, selbst im Waggon fingen sie noch wieder
an, einen Konter zu tanzen, aber der Schaffner verbot es.
Es war ein wundervoller, weißer Wintertag, wir trieben uns viele
Stunden im Schnee herum. Susanna hatte mich zum Partner
genommen, und ich fühlte mich stillglücklich, ich der Müde,
Verurteilte, unter diesen Unermüdlichen. Sie verlangen ja nicht, daß
ich mich persönlich stark betätige, und ich störe sie nicht, ich lasse
mich so gerne mitziehen. .. Maria war an dem Tag stürmisch und
voller Leben, mit Willy zusammen sauste sie leidenschaftlich die
Abhänge hinunter .. einmal stürzen sie und der Schlitten geht
entzwei. Orlonsky macht ihr Vorwürfe, es ist immer etwas Krieg
zwischen den beiden, und er hält beim Sport auf Ordnung. Sie lacht
nur und sagt:
Oh, meinetwegen soll alles zerbrechen, .. alles, nicht nur der
Schlitten, auf dem ich fahre.
Und Susanna war schläfrig, ihre Bewegungen hatten etwas Mattes,
.. sie meinte, die Welt sei für sie heute in lauter Schleier gewickelt.
Wenn Orlonsky in ihre Nähe kam, drückte sie ihm die Hand. Er sah
sie an .. seine Augen sind scharf und graublau .. wie von Stahl ..
Onsky, ich bin sehr glücklich .. das Leben ist so schön .. sagte sie.
Als wir einmal aus der Bahn geraten, will sie, daß wir da im Schnee
sitzen bleiben, warum soll man sich so anstrengen? Wir bleiben
sitzen und sehen den anderen zu. Ein paarmal nennt sie mich du ..
man ist im Karneval so gewöhnt, alle zu duzen. Wir sprechen nicht
viel, sie lehnt sich ein wenig an mich und schläft hier und da einen
Moment ein.
Dann geht die Sonne unter, und wir fahren in die Stadt zurück.
Maria will noch nicht nach Hause, und der Leutnant, den man etwas
übersehen und fast vergessen hat, lädt uns ein, in der Bar zu
soupieren. Alle werden noch einmal wieder ganz wach und sehr
munter, und wir kommen erst gegen drei oder vier Uhr ins Eckhaus
zurück. Susanna berief sich mit plötzlicher Energie auf ihre Stellung
als Hausfrau und setzte für morgen einen allgemeinen Schlaftag an.
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