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Da sitzt ein Herr am Tisch, der ein Monokel trägt und alles
aufmerksam beobachtet. Er ist ein Jugendbekannter von Susanna,
den sie heute nacht beim Fest zufällig wiedergetroffen hat. Er steht
in Berlin bei der Garde, wie sie mir nachher erzählte.
Na, weißt du Susi, das ist wirklich eine originelle Bude .. und da
wohnst du?
Freilich wohne ich hier, antwortete sie gleichmütig.
Ja .. sag mal...
Willy erscheint aus dem Nebenzimmer, er ist in Zivil, denn er war
heute nicht mit .. sieht sich mit seinen runden Augen etwas erstaunt
um, begrüßt alle, setzt sich an den Tisch.
Ach, Susanna, gibt es schon Frühstück? sagt er weich und
sehnsüchtig.
Ja, bitte, mahlen Sie den Kaffee, wir warten nur noch auf Onsky.
Willy beginnt Kaffee zu mahlen, Maria zupft ihn an den Haaren und
erzählt ihm von dem Feste. Der Jugendbekannte betrachtet ihn
etwas erstaunt und wirft einen fragenden Blick auf die Herrin des
Hauses.
Das ist Willy, erklärte sie, der wohnt da drüben neben der Küche,
und Orl .. Gott sei Dank, da kommt er endlich.
Orlonsky kommt die Treppe hinauf, alles an ihm ist wieder
rasselndes Eisen, und er ist böse.
Ah .. Maria .. wo ist denn der Sonnenbengel? .. schon
untergegangen am frühen Morgen?
Onsky, wir verhungern, sagt Susanna, Ihr könnt Euch nachher
zanken.
Orlonsky und der Gardeleutnant stellen sich einander aufs
förmlichste vor, sie verbeugen sich und schlagen die Absätze
zusammen:
Sehr angenehm...
Freut mich sehr...
Die anderen betrachten das wie eine seltene Schaunummer.
Dann begibt sich Orlonsky an den Herd .. er ist ein sonderbarer
Kauz, und ich habe ihn sehr schätzen gelernt, ein wenig rauh und
kurz angebunden, aber Gentleman durch und durch. .. Er treibt alle
Sportarten, die es überhaupt gibt, mit Vollendung und kocht
vorzüglich .. die Frauen läßt er überhaupt nicht an den Herd, und
behauptet, sie verständen nichts davon. Man pflegt deshalb
andächtig mit den Mahlzeiten zu warten, bis er kommt. Er bereitete
uns denn auch an diesem Morgen ein ausgezeichnetes englisches
Frühstück. Susannas Jugendfreund beobachtet ihn stumm, dann
läßt er sein Monokel fallen und beugt sich zu Susanna hinüber:
Großartig, das ist ja das reinste Familienleben .. dein Onkel in
Berlin erzählte mir .. ja sag mal .. Susi, und was tust denn du hier
eigentlich?
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