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und bescheiden auf das erste reagiert .. und das man
hinausschicken kann, wenn man will.
Chamotte spricht jetzt auch von unserer Biographie und findet, wir
müssen unbedingt zu dem Fest gehen, ich soll ihn als meinen
Sklaven mitnehmen, .. das hat Susanna ihm heute früh in den Kopf
gesetzt.
5
10. Januar
Ich werde doch wohl anfangen einen Roman zu schreiben. Als
erstes Kapitel könnte ich gleich den gestrigen Abend nehmen.
Der junge Mann im Pelzmantel ist Herr Dame. Etwas müde und
nachdenklich geht er durch die Straßen. Chamotte, sein Diener,
folgt ihm, mit Maskenkostümen beladen. Er ist verurteilt, heute
abend auf ein Fest zu gehen .. eine Frau hat ihn dazu verurteilt.
Große Schneeflocken fallen vom Himmel .. der heimliche Traum
seines Lebens ist, einmal, nur einmal der Frau zu begegnen, die ihn
.. ach Gott, wie soll man das sagen .. die ihn mit Liebe und zur
Liebe verurteilt .. gütig und doch. .. Nein, das geht nicht, das muß
noch anders gesagt werden.
Sie kommen in eine Nebenstraße, an der Ecke steht ein altes Haus
mit großem, grünem Tor und einer altmodischen Glocke. Chamotte
zieht die Glocke .. dreimal .. denn nur auf dieses Zeichen wird man
eingelassen. Man geht durch einen Laubengang und über einen
gepflasterten Hof, .. wieder eine Tür und wieder dasselbe
Glockenzeichen. Die Tür wird von innen aufgerissen. Der Herr im
Pelzmantel fährt zurück .. Chamotte schreit laut auf, .. vor ihnen im
Schein einer trüben Laterne steht ein Henkersknecht aus dem
Mittelalter .. oder Gott weiß woher. Er trägt ein eisernes
Schuppenhemd, eine verrostete Sturmhaube, unter der die Augen
unheimlich hervorblicken, im Ledergürtel steckt ein langes,
handbreites Dolchmesser, baumelt geraubtes Altargerät. Quer über
die Stirn läuft eine blutrote Narbe.
Die unheimliche Gestalt verbeugt sich in tiefem Ernst:
von Orlonsky .. Dame .. Dame .. ja, ich heiße so.
Freut mich sehr, Susanna wartet schon.
Der Henker mit seiner Laterne geht voran, .. durch einen dunklen
Flur, eine Treppe hinauf, in einen großen hellerleuchteten Raum, ..
eine Art Küche, wie man sie in Bauernhäusern findet. In der einen
Ecke ist der Herd, in der anderen ein gewaltiger Tisch mit
ledergepolsterten Bänken und Stühlen .. an den Wänden altes
Kupferzeug und Fayencegeschirr, .. ein ganzes Museum.
Susanna steht am Tisch in einem weißen Gewand und schminkt
einen untersetzten jungen Herrn, der mit runden, schwarzen Augen
gefühlvoll zu ihr aufblickt. Ein zweiter, mit dem Zwicker auf der
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