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Herrlich kurzweilige Unterhaltung
• • • • •   (bewertet mit 5 von 5 Punkten)

Bereits kurz nach ihrer von ihrem Vater arrangierten Hochzeit mit dem ihr bis dahin unbekannten Alex Markov fragt sich Daisy Deveraux, die bis zu deren Unfalltod bei ihrer Mutter aufgewachsen ist, ob sie nicht eher die Alternative hätte wählen, und lieber zur Begleichung ihrer Schulden ins Gefängnis hätte gehen sollen. Denn anstatt auf ihr Angebot, diese vereinbarte Ehe auf Zeit getrennt zu verbringen, einzugehen, denkt Alex gar nicht daran vertragsbrüchig zu werden sondern verfrachtet das in seinen Augen total verwöhnte Party-Töchterchen augenblicklich in seinen Zirkus mit dem er als Manager und Artist kreuz und quer durchs Land zieht.

Als ob das nicht schon Schock genug für Daisy ist, findet sie als zukünftiges Heim einen total heruntergekommenen kleinen Wohnwagen vor, für den sie "armes Hohlköpfchen", wie Alex sie innerlich nennt, nun verantwortlich ist. Doch so leicht gibt sie sich nicht gleich geschlagen und versucht das Beste aus ihrer neuen Situation zu machen. Gerade, als sie die ersten Freundschaften mit anderen Artisten und Schaustellern schließt, brüskiert Alex sie heftig. Völlig zur Verzweiflung bringt sie der Verdacht, 200 Dollar gestohlen zu haben, die auf einmal in der Kasse fehlen und kurz darauf bei ihr gefunden werden.

Obwohl sich daraufhin sämtliche neugewonnenen Freunde von ihr enttäuscht abwenden und sie die niedrigsten und beschwerlichsten Arbeiten verrichten muss, gibt Daisy nicht auf. Nun erst recht, sagt sie sich. Den einzigen Trost findet sie, die eigentlich vor allem was miaut oder bellt panische Angst hat, ausgerechnet bei Tater, Glenna und Sinjun, drei 'etwas' größeren Zirkustieren, um die sie sich liebevoll kümmert. Und während sie verbissen die Zähne zusammenbeißt, beginnen sich in dem unnahbaren Alex, der sich aufgrund seiner Vergangenheit nie an jemanden binden und schon gar keine Familie gründen wollte und der von ihrem Vater ebenso mit dessen Eheplänen überrumpelt wurde, leichte und ihn vollkommen verstörende Gefühle für seine junge Frau zu regen, die doch so vollkommen anders ist, als von ihrem Vater beschrieben ...

"Küss mich, Engel" ist keine anspruchsvolle Lektüre sondern einfach nur ein Buch zum kurz in eine andere Welt eintauchen und welches sich wunderbar flüssig und leicht lesen lässt, mit zwei Protagonisten, mit denen man mitlacht und -leidet und die sich trotz aller Widrigkeiten zu einem typisch amerikanischen Kitsch-Happy End *seufz* zusammenraufen. Meine einzigen Kritikpunkte sind Daisy's doch etwas sehr unglaubwürdige Beziehung zu ihren Schützlingen sowie der eigentliche Grund der Hochzeit, doch wenn man darüber hinweg sieht, hat man einige unterhaltsame Lesestunden - nicht mehr, und nicht weniger.
Eine Rezension von Kisa > Berlin
vom 4. Mai 2010
Kundenrezensionen:
118. Mitreissend - ein Urlaub im Kopf
117. Herrlich kurzweilige Unterhaltung (die aktuell angezeigte Rezension)
116. Einfach nur enttäuschend
115. Einfach nur super!
114. Achtung - in der Badewanne lesen
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