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Ellen Olestjerne

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ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012 
 
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Dann sprangen sie wie bei Ellens erstem Auftreten mitten in das Schiff hinein, während das Wasser von ihren Kleidern niederrann. „Ihr beiden,“ sagte der Regierungsrat und wiegte seinen schon etwas grauen Kopf hin und her, „was schaut ihr euch denn so an? Gebt euch doch lieber einen Kuß. - Was soll nur aus dir werden, Leon, wenn du sie nicht mehr hast?“   „Uns hat Gott geschieden,“ sagten sie einstimmig in feierlichem Ton und küßten sich vor aller Augen. Während der langen Heimfahrt senkte sich allmählich eine matte Stimmung über die sonst so unermüdlich frohe Gesellschaft. Einer nach dem andern suchte sich einen bequemen Platz auf der Bank oder am Boden und schlief ein. - Der Schiffer legte die langen Ruder aus, um dem schwachen Wind nachzuhelfen - bei jedem Schlag leuchteten die durchschnittenen Wellen in grünlichem Schimmer auf, und von den Rudern rann es wie flüssiges, vielfarbiges Silber. Ellen saß mit Leon beim Steuer, er hatte sie in einen großen Mantel gewickelt und hielt sie an sich gedrückt wie ein kleines Kind. Sie sahen dem Meerleuchten zu und sprachen leise miteinander. Erst nach Mitternacht kamen sie heim, einige zogen sich gleich zurück, um zu schlafen, die andern gingen durchfroren und in ihren nassen Kleidern zur Strandhalle. Sie alarmierten das ganze Haus, gingen selbst in die Küche, wirtschafteten am Schenktisch herum und deckten im großen Saal den Tisch. Wer wollte wohl an Schlafen denken, heute mußte noch bis zum Morgen gefeiert, Kälte und Müdigkeit weggejubelt werden. Und sie feierten und jubelten, und die Wellen der Freude gingen immer höher. Nach Tisch setzte Harry, der Opernsänger, sich ans Klavier und raste wilde Tanzmelodien herunter, die andern tanzten um die Tische, durch den Saal und zur Tür hinaus durch die Straßen. Mit gefüllten Gläsern klopften sie an die Fenster derer, die schon zur Ruhe gegangen waren und ließen nicht nach, bis sie wieder herauskamen und mittaten, meist in wunderlichen Kostümen, Schlafröcken oder rasch übergeworfenen Mänteln. Hier und da öffneten sich auch noch andere Fenster, und scheltende Stimmen wurden laut, denn in dieser Nacht kam keiner von den Badegästen zu einer ruhigen Stunde Schlaf. Zwischendurch fanden Ellen und Leon sich auf der Bank vor dem Hause zusammen. „Küsse mich, Kind,“ bat er immer wieder, „nur heute, nur heute noch, - laß morgen morgen sein.“   Und sie sagte nicht mehr nein. „Liebst du ihn denn wirklich so?“ fragte er. Ja; und sie glaubte, daß sie sehr glücklich mit ihm sein würde. „Ach, wie können wohl zwei Menschen auf die Länge glücklich miteinander sein!“ Ellen wußte, daß er verheiratet war, und hörte nachdenklich zu, wie er darüber
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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