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Ellen Olestjerne

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hineinzuckten und wieder aufsprühten. Dann klatschte der Regen nieder in langen hellen Streifen, in einem betäubenden Gewirr von Ringen und Tropfen. Das Boot schaukelte vorwärts, rückwärts, legte sich auf die Seite und tanzte wie unter einer Peitsche. Ellen verlor ein Ruder, fing es glücklich wieder auf, dabei flog der eine Ruderpflock heraus, und nun rutschte es bei jedem Schlag hin und her. Endlich war sie bei den Büschen angekommen, die am Ausgang des Hafens das Fahrwasser markierten. Das war eine Strecke, die sie sonst in fünf Minuten zurücklegte, aber jetzt brauchte es fast eine halbe Stunde, bis sie endlich triefend im Hafen ankam - das Boot war halb voll Wasser - die ganze Segelgesellschaft stand unter ihren Schirmen am Ufer und daneben der Fischer, dem das Boot gehörte. Sie empfingen Ellen mit großem Lärm und zogen sie mit in die Strandhalle, um einen Grog zu trinken. Leonhard rückte ganz nah an sie heran und schüttelte den Kopf: „Furchtbar toll - Sie sind furchtbar toll. - Sagen Sie mal, was fällt Ihnen eigentlich ein?“ Sie war noch ganz berauscht von der wilden Fahrt und von der Gefahr, ihre Augen leuchteten: „Aber schön war es doch! Am liebsten möchte ich gleich noch einmal hinaus.“ „Kind, Kind,“ sagte er, „spielen Sie nicht so mit Ihrem Leben. Wir haben Sie schon oft gesehen, wenn Sie sich auf dem Wasser herumtrieben und die Meergreise von Ihrem Mittagstisch am Ufer die Hände rangen. - Wer sind Sie denn eigentlich?“ Da legte plötzlich jemand die Hand auf ihre Schulter und Markus stand hinter ihr, schweigend stellte er ein Glas Kognak vor sie hin und sah zu, wie sie es austrank. „O unglückselige Ellen,“ sagte er dann mit seiner schneidenden Stimme. „Sehen Sie, junger Mann - die Schwindsucht hat sie schon im Leibe und dabei säuft sie wie ein alter Seemann. Nein, nein, ich würde Sie doch nicht heiraten, obgleich Sie mich kompromittiert haben.“ „Wie schade,“ sagte Ellen, „ich gleich.“   Und nun legte er feierlich die eine Hand aufs Herz und reichte ihr die andre: „Heirate mich und sei mein Weib, - damit wie du ich froh und glücklich sei.“ Ellen schlug ein, der lärmende Chor rief Bravo und wollte Markus mit an den Tisch ziehen, aber er schlug seinen Mantel um sich und wandelte stumm hinaus. „Also Ellen,“ sagte Leon wie in tiefem Nachdenken. „Ellen - die furchtbar tolle Ellen.“ Von nun an war Ellen tagtäglich mit ihren neuen Bekannten zusammen. Kam sie morgens an den Strand hinunter, so sah sie schon von ferne Leon mit beiden Armen winken und hörte seine jubelnde Stimme: „Da kommt sie, da kommt meine tolle Ellen“, und dann schwenkte er sie im Kreise rundum, bis sie um Gnade bat und beide sich außer Atem ins Gras warfen. Für jeden Tag wußte er
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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