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Ellen Olestjerne

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ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012 
 
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„Gott, das ist alles so pathetisch, so echt deutsch. Treue bis in den Tod.“   Im Grunde fand Ellen das auch und schämte sich etwas - wie ein Schuljunge, der mit seiner Unschuld geneckt wird. „Wenn ich mich doch etwas in diesen Mann verlieben könnte,“ dachte sie. Im Gespräch war er nicht unsympathisch, aber sowie er eine Annäherung versuchte, stieß er sie wieder ab. Und dann wurde er so geschmacklos, fing an zu schauspielern, warf sich vor ihr nieder und sprach davon, wie unglücklich er wäre, sie sollte Mitleid haben. Und Ellen mußte dabei immer auf seine roten Pantoffeln sehen - vorhin nach Tisch hatte er sie um Erlaubnis gebeten, die Schuhe zu wechseln. Die Pantoffeln zerstörten alle Illusion und reizten sie zum Lachen. Dann standen sie wieder am Fenster, er zog mit einemmal einen Revolver heraus und setzte ihn an die Stirn: „Ich erschieße mich hier vor Ihren Augen, wenn Sie nicht wollen. Nein, zuerst Sie und dann mich.“ „Schießen Sie nur.“ Ihr wurde doch kalt, einen Augenblick - dann dachte sie an Laurenz, fuhr mit der Hand in die Tasche und umklammerte die kleine Waffe, die sie bei sich trug; - wenn er eine Bewegung machte, würde sie ihm zuvorkommen. „Gott, Sie haben Mut,“ sagte er, „aber Mitleid haben Sie nicht. Sie sind das kälteste Weib, dem ich jemals begegnet bin.“ Damit steckte er den Revolver wieder zu sich. „Nein, hier nicht - leben Sie wohl, ich gehe jetzt, und Sie sollen mich nie wiedersehen.“ Er nahm den Mantel vom Sofa, den Hut und ging hinaus. Ellen blieb einen Augenblick mitten im Zimmer stehen, er tat ihr plötzlich so leid. So lief sie ihm nach, er war schon unten an der Treppe. „Nein, das will ich nicht, kommen Sie zurück.“ Er folgte ihr hinauf, dann schleuderte er Hut und Mantel in eine Ecke und stürzte auf sie zu. „Dann hast du mich doch ein wenig lieb! Haben Sie keine Angst, ich will nichts, was Sie mir nicht freiwillig geben.“ Wieder warf er sich vor ihr am Sofa nieder und legte den Kopf auf ihre Knie. - Bei all seinen Theaterphrasen war auch wieder etwas Kindliches darin, das sie rührte, wie er so vor ihr lag und bat, daß sie ihn nur auf die Stirn küssen sollte. Warum sollte sie das nicht tun? - Dabei sah sie wie hypnotisiert auf seine roten Schuhe. Er wollte sie mit Gewalt an sich reißen, und sie rangen miteinander. „Ich schreie um Hilfe, wenn Sie mich nicht loslassen.“ „Das hilft Ihnen gar nichts. Sie gelten hier für meine Frau, - aber ich habe Ihnen mein Wort gegeben, daß ich nichts erzwingen will.“ Ellen antwortete nicht, und er zog immer andre Saiten auf. „Mein Gott, so gehören Sie mir wenigstens für diese eine Nacht - ein paar kurze Stunden - es soll Sie nicht reuen.“ Und er nahm eine
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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