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Ellen Olestjerne

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ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012 
 
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der bittren Weltschmerz atmete und endlose Klagen über Ellens elendes Los. Und daneben ein dickes, ledernes Buch mit selbstgeschriebenen Gedichten, das die Mutter noch nie gesehen hatte. Sie nahm es mit ins Wohnzimmer, setzte ihre Brille auf und las den ganzen Nachmittag. Als Ellen nach Hause kam, warf Mama ihr das Buch vor die Füße. „Du hättest es verdient, daß ich es dir um die Ohren schlage. Was ist das für ein unerhörtes Zeug? Schämst du dich denn nicht, so was zusammenzuschmieren? Das hört jetzt auf, verstanden? - Und was du da an deine Editha schreibst - du meinst wohl, daß dir arges Unrecht geschieht, wenn du nicht all deinen verrückten Einbildungen folgen sollst. Von jetzt an lese ich all deine Briefe, verlaß dich darauf.“ Ellen stand zuerst wie versteinert. Wie konnte Mama sich das herausnehmen, in ihren tiefsten, innersten Geheimnissen herumwühlen - ja, jetzt schämte sie sich allerdings - ihr war, als ob man ihr alle Hüllen von der Seele gerissen hätte und dann kam eine sinnlose Wut über sie. - Sie schrie der Mutter alles ins Gesicht, was an Groll in ihr aufgespeichert war. „Ich wollte, ich wäre Gott weiß wo, nur nicht mehr bei euch, in dieser Hölle. Aber ich laß es mir nicht mehr gefallen. Lieber lauf ich fort oder bring mich um.“ Einen Augenblick war es ganz still im Zimmer - Ellen hatte den Arm erhoben in drohender Abwehr: „Rühr mich nicht an, Mama!“ Denn die Mutter hatte sie schlagen wollen. Ellen kam wieder fort von zu Hause. Der Vater hatte sie zu sich rufen lassen und lange mit ihr darüber gesprochen. Ihr ganzer Trotz zerfloß in Tränen - sie hatte nie geglaubt, daß Papa so gut wäre, so vieles verstehen konnte und ihr helfen wollte. So wurde sie denn auf längere Zeit zu ihrer Tante Helmine Olestjerne geschickt. Es war eine jüngere Schwester des Freiherrn, die für sich allein in ihrem eignen Hans und Garten lebte und eine besondere Vorliebe dafür hatte, sich bedrängter Jugend anzunehmen. Bei ihr konnte Ellen frei heraus mit allen ihren Beschwerden und unruhigen Wünschen. Schon am ersten Abend, als sie bei Tante Helmine in dem gemütlichen Wohnzimmer mit altväterischen Möbeln und Familienbildern saß, erzählte sie all ihre Erlebnisse zu Hause und in der Pension. Die Tante hörte aufmerksam zu: „Ja, mit deiner Mama ist es sehr schwierig - ich habe sie auch manchmal nicht verstehen können. Du bist ja jetzt groß genug, daß man mit dir darüber reden kann. Aber bei mir sollst du dich nun einmal wirklich wohl fühlen und soviel Freiheit haben, wie ich dir mit gutem Gewissen geben kann. Es ist eine Malerin hier, bei der du Stunden nehmen kannst, wenn du so große Lust dazu hast.“
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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