Ein guter geschichtlicher Hintergrund ist nicht alles
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Alle meine Rezensionen ansehen Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?) Rezension bezieht sich auf: Turm der Lügen: Roman (Taschenbuch) Mahaut von Artois braucht einen Sohn um jeden Preis. Deshalb vertauscht sie ihre Tochter Séverine mit den Sohn ihrer Kammerfrau. 16 Jahre später: Séverine wächst ohne Wissen ihrer wahren Herkunft in Faucheville fernab des Hofes auf. Adrien Flavy, der um das an ihr begangene Unrecht weiß, will dies wieder gut machen und bringt sie an den Hof von Jeanne, der Frau Philippes und damit eine Schwiegertochter des Königs. Als dieser Gerüchte zugetragen werden, dass ihre Cousine Marguerite und ihre Schwester Blanche ungeheuerliche Dinge mit ihren Liebhabern treiben sollen, schickt sie Séverine zum Tour du Nesle, nicht ahnend, dass sie Sevérine damit in Lebensgefahr bringt...

Ein spannender Einblick in die französische Geschichte, der sich vor allem um die Ereignisse im Tour du Nesle und den daraus erwachsenden Skandal dreht, indem Séverine und Adrien ohne ihr eigens Zutun hineingeraten. Séverine muss lernen, sich in dieser Welt voller höfischer Ränke zu behaupten, immer in der Gefahr, dass jemand ihre wahre Herkunft aufdecken könnte. Dass sie und Adrien sich lieben, macht die Dinge noch komplizierter, spielt im Buch aber eine eher untergeordnete Rolle. Das Buch wird ebenso aus der Perspektive von Adrien, manchmal auch der von Jeanne oder Phillippe erzählt.

Klingt spannend? Der geschichtliche Hintergrund ist es auch. Trotzdem habe ich mich mit diesem Buch stellenweise äußerst schwer getan. Mochte ich anfangs noch den Charakter von Séverine, wurde er mir zwischendurch richtig verleidet. Dies lag vor allem am Erzählstil der Autorin, die grad bei den Szenen mit Séverine im Mittelteil daran scheitert, Beschreibung und Dialoge harmonisch ineinander zu verweben. So fühlte ich mich allzu oft an mittelmäßige Schulaufsätze erinnert, wo einfach den Charakter bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden und das Gesagte hölzern und konstruiert wirkte. Sollten sich Charakterbeschreibungen nicht wie nebenher aus einem Buch ergeben? Zum Glück fielen die Szenen und Beschreibungen der anderen Charaktere wesentlich gekonnter aus. Auch fand ich die Logik des Buches etwas unrund. Zum Ende hin gewann das Buch eindeutig wieder mehr am Charme und auch an Spannung. Ein anständiger Beginn, ein stellenweise lausiger Mittelteil und ein halbwegs gelungenes Ende - wie soll man das bewerten? Leider weiß ich auch nicht, ob Marie Cristen immer so schreibt, ich werde es wohl auch nicht mehr herausfinden, denn ein zweites Buch kaufe ich mir höchstwahrscheinlich nicht von ihr. Ich entscheide mich für

3,5 von 5 Sternen
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 8. August 2010
Kundenrezensionen:
3. Ein lesenswerter historischer Roman- mitreißend und lehrreich zugleich!
2. Ein guter geschichtlicher Hintergrund ist nicht alles (die aktuell angezeigte Rezension)
1. Einfach toll
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